Die Herausforderung: Manuelle Working-Capital-Annahmen

Die meisten Finanzteams bauen ihre Cash-Forecasts noch auf statischen, manuellen Annahmen für DSO, DPO und Bestände auf. Ein paar Parameter werden zur Budgetzeit in einer Tabelle festgelegt, vielleicht einmal pro Quartal aktualisiert und dann über Kostenstellen und Geschäftseinheiten hinweg wiederverwendet. Gleichzeitig ändern sich das Zahlungsverhalten der Kunden, Lieferantenkonditionen und logistische Einschränkungen wöchentlich. Das Ergebnis: Ihre Working-Capital-Treiber sind in der Zeit eingefroren, während sich Ihre Cash-Position in der Realität bewegt.

Traditionelle Ansätze wurden für eine Welt mit begrenzten Daten und langen Planungszyklen entwickelt. Finanzanalysten aggregieren Historien in Excel, berechnen durchschnittliche DSO und DPO über 12 Monate und passen diese dann manuell für Saisonalität oder Sondereffekte an. Das ist langsam, fehleranfällig und blind gegenüber aufkommenden Mustern, etwa einer neuen Kundengruppe, die später zahlt, einer sich verschlechternden Collection-Performance in einer Region oder Lieferanten, die stillschweigend Zahlungsziele verschärfen. Selbst wenn Ihre ERP- und Treasury-Systeme reichhaltige Details enthalten, fließen diese Informationen selten in die eigentliche Forecast-Logik ein.

Die geschäftlichen Auswirkungen sind erheblich. Systematische Über- oder Unterschätzung zukünftiger Zahlungsmittelbestände führt zu schwacher Liquiditätsplanung, unnötigen Kreditlinien, suboptimalem Investitionstiming und einem höheren Risiko von Engpässen. Entweder sitzen Sie „auf Vorrat“ auf überschüssiger Liquidität oder müssen unerwartete Lücken mit teurer kurzfristiger Finanzierung stopfen. Das Management verliert das Vertrauen in den Forecast, und Finance verliert den strategischen Platz am Tisch, weil die Stakeholder wissen, dass das Modell die Realität nicht in der Geschwindigkeit abbilden kann, in der sich das Geschäft bewegt.

Diese Herausforderung ist real, aber sie ist lösbar. Moderne KI-Tools wie Claude können granulare ERP-Exporte verarbeiten, subtile Verschiebungen in Zahlungs- und Bestandsmustern erkennen und Ihre DSO-/DPO- sowie Bestandsannahmen kontinuierlich aktualisieren. Bei Reruption verfügen wir über praktische Erfahrung im Aufbau von KI-first-Planungs- und Analytics-Workflows, die den Wert bestehender Daten heben, ohne Ihre Kernsysteme auszutauschen. In den folgenden Abschnitten finden Sie praxisnahe Hinweise, wie Sie von manuellen, statischen Annahmen zu dynamischer, datengetriebener Working-Capital-Planung mit Claude wechseln.

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Unsere Einschätzung

Eine strategische Einschätzung der Herausforderung und High-Level-Tipps, wie Sie sie angehen können.

Aus Sicht von Reruption liegt die zentrale Chance darin, von meinungsbasierten Annahmen zu datengetriebenen Working-Capital-Treibern zu wechseln, die sich mit Ihrem Geschäft mitentwickeln. Wir haben KI-Lösungen im Finanzbereich und in angrenzenden datenintensiven Funktionen implementiert und sehen Claude als eine leistungsstarke Schicht auf Ihren ERP- und Treasury-Systemen: Das Tool kann große Exporte verarbeiten, verborgene Muster in DSO, DPO und Beständen sichtbar machen und Finanzteams dabei unterstützen, intelligentere Forecasting-Templates zu entwerfen, ohne auf ein vollständiges Systemupgrade warten zu müssen.

Behandeln Sie Working Capital als dynamisches System, nicht als statischen Parameter

Bevor Sie Claude einsetzen, ist es entscheidend, wie Ihr Team über DSO, DPO und Bestände nachdenkt. Diese sind keine fixen Parameter, die einmal im Jahr festgelegt werden; sie sind dynamische Ergebnisse von Verhaltensweisen in Vertrieb, Forderungsmanagement, Einkauf, Logistik und Operations. Ein strategischer Einsatz von Claude beginnt mit diesem mentalen Wandel: Sie bauen ein lebendes Modell, das auf reale Signale reagiert – nicht einen einmaligen Tabellen-Feinschliff.

Auf strategischer Ebene bedeutet das, klare Verantwortlichkeiten zu definieren: Wer ist dafür zuständig, Änderungen in KI-abgeleiteten Working-Capital-Kennzahlen zu interpretieren und in Entscheidungen zu Kreditkonditionen, Collection-Strategien oder Lieferantenverhandlungen zu übersetzen? Ohne diese Governance bleiben selbst die besten Insights von Claude ungenutzt. Beziehen Sie Führungskräfte früh ein und machen Sie klar, dass Working-Capital-Optimierung mit KI eine funktionsübergreifende Initiative ist – kein reines Finance-Experiment.

Starten Sie mit wirkungsstarken Segmenten, nicht mit der gesamten Buchhaltung

Ein häufiger Fehler ist der Versuch, von Tag eins an ein vollständiges, KI-gestütztes Working-Capital-Modell über alle Kunden, Lieferanten und SKUs aufzusetzen. Strategisch ist es weit wirkungsvoller, einige wenige hochrelevante Segmente zu identifizieren, bei denen manuelle Annahmen offensichtlich falsch oder besonders unsicher sind: zum Beispiel neue Kundengruppen, eine bestimmte Region mit steigenden Überfälligkeiten oder Lieferanten mit volatiler Lieferperformance.

Nutzen Sie Claude zunächst für diese Segmente, indem Sie detaillierte Transaktionshistorien, Zahlungsbedingungen und Fälligkeitsberichte einspeisen. So erzielen Sie schnelle Erfolge und spürbare Verbesserungen der Genauigkeit der Cash- Forecasts, bei gleichzeitig überschaubarem Change-Management-Risiko. Sobald Stakeholder die Wirkung sehen, können Sie den Anwendungsbereich schrittweise ausweiten und dabei die gewonnenen Erfahrungen nutzen, um Ihr Datenmodell, Ihre Prompts und Ihren Validierungsprozess zu verfeinern.

Setzen Sie auf Human-in-the-Loop statt Vollautomatisierung

Für ein so sensibles Thema wie Liquiditätsplanung ist Vollautomatisierung selten der richtige erste Schritt. Strategisch sollten Sie auf ein Human-in-the-Loop-KI-Setup setzen, bei dem Claude aktualisierte DSO-/DPO- und Bestandstreiber vorschlägt und Finanzexpertinnen und -experten diese prüfen, hinterfragen und freigeben, bevor sie in offizielle Forecasts einfließen.

Dieser Ansatz reduziert Risiken und baut Vertrauen auf. Analysten bleiben weiterhin für die Zahlen verantwortlich, werden jedoch durch Claude bei der Erkennung von Trends über Millionen von Datenzeilen hinweg unterstützt. Mit wachsender Erfahrung und dem Abgleich der KI-Ergebnisse mit dem tatsächlichen Cash-Verlauf können Sie die Automatisierung selektiv erhöhen – etwa für risikoarme Segmente oder kurzfristige Horizonte.

In Datenqualität und begriffliche Klarheit investieren

Claude ist leistungsfähig, kann aber weder schlechte Datendefinitionen noch begriffliche Unklarheit ausgleichen. Strategisch müssen Sie klären, wie Ihre Organisation DSO, DPO und Lagerumschlag für Planungszwecke definiert. Arbeiten Sie mit Rechnungsdatum oder Fälligkeitsdatum? Wie gehen Sie mit strittigen Rechnungen, Gutschriften oder Konsignationsware um? Diese Entscheidungen wirken sich materiell auf die Ergebnisse der KI aus.

Führen Sie vor einem Rollout einen Workshop zu Datenreife und Definitionen mit Finance, Controlling, IT und Datenteams durch. Bei Reruption sehen wir häufig, dass die Hälfte des Forecasting-„Fehlers“ aus inkonsistenter Logik resultiert – nicht aus komplexen Algorithmen. Sobald die zentralen Konzepte und Datenfelder harmonisiert sind, kann Claude Working-Capital-Treiber verlässlich berechnen und erklären – in einer Form, die alle verstehen.

Planen Sie Governance und Risikokontrollen von Anfang an ein

Der Einsatz von KI in der Liquiditäts- und Working-Capital-Planung wirft berechtigte Risiko-Fragen auf: Was, wenn das Modell einen temporären Spike bei überfälligen Forderungen falsch interpretiert oder auf einmalige Lieferengpässe überreagiert? Strategisch sollten Sie Governance und Kontrollen parallel zur KI-Implementierung gestalten – nicht im Nachgang.

Definieren Sie Schwellenwerte, ab denen von Claude vorgeschlagene Änderungen in DSO-/DPO- oder Bestandsannahmen eine Prüfung, Eskalation oder die Simulation alternativer Szenarien auslösen. Etablieren Sie einen festen Rhythmus (z. B. monatlich), in dem Finance die Modellperformance gegenüber den realisierten Cashflows überprüft. Diese strukturierte Aufsicht stellt sicher, dass KI-gestütztes Forecasting zu einem kontrollierten, prüffähigen Prozess wird, der internen Revisionen und externen Stakeholdern standhält – statt zu einer undurchsichtigen Blackbox.

Strategisch eingesetzt verwandelt Claude manuelle Working-Capital-Annahmen in reaktionsfähige, datengetriebene Treiber, die das reale Zahlungsverhalten von Kunden, das Verhalten von Lieferanten und die Dynamik Ihrer Bestände widerspiegeln. Entscheidend ist nicht nur, Daten in ein Modell einzuspeisen, sondern Governance, Scope und Human-in-the-Loop-Review so zu gestalten, dass Finance auf die gewonnenen Insights auch wirklich sicher handeln kann. Reruption verbindet tiefe KI-Engineering-Expertise mit einem pragmatischen Co-Preneur-Mindset, um Sie von statischen Tabellen zu lebendigen Cash- Forecasts zu führen, auf die sich Ihre CFO verlassen kann. Wenn Sie erkunden möchten, wie das in Ihrer Umgebung konkret aussehen könnte, sprechen wir gerne über eine klar abgegrenzte, praxisnahe Implementierung statt über Theorie.

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Fallbeispiele aus der Praxis

Von Zahlungsverkehr bis Gesundheitswesen: Erfahren Sie, wie Unternehmen Claude erfolgreich einsetzen.

Mastercard

Zahlungsverkehr

In der hochbrisanten Welt der digitalen Zahlungen stellten sich Card-Testing-Angriffe als kritische Bedrohung für das Mastercard-Ökosystem heraus. Betrüger setzen automatisierte Bots ein, um gestohlene Kartendaten mittels Mikrotransaktionen bei Tausenden von Händlern zu testen und damit Zugang für größere Betrugsschemata zu validieren. Traditionelle regelbasierte und klassische Machine-Learning-Systeme erkannten diese Angriffe häufig erst, nachdem erste Tests Erfolg hatten, was zu jährlichen Verlusten in Milliardenhöhe führte und legitimen Handel störte. Die Subtilität dieser Angriffe – geringwertige, hochfrequente Tests, die normales Verhalten imitieren – überforderte Legacy-Modelle, verstärkt durch den Einsatz von KI durch Betrüger, um Erkennungsmuster zu umgehen. Als die Transaktionsvolumina nach der Pandemie explodierten, stand Mastercard unter steigendem Druck, von reaktiver zu proaktiver Betrugsprävention überzugehen. Fehlalarme durch überharte Warnungen führten zu abgelehnten legitimen Transaktionen und damit zu Vertrauensverlust bei Kunden, während ausgeklügelte Methoden wie Card-Testing in Echtzeit der Erkennung entgingen. Das Unternehmen benötigte eine Lösung, die kompromittierte Karten präventiv identifizieren kann und dabei riesige Netze miteinander verbundener Transaktionen analysiert, ohne Geschwindigkeit oder Genauigkeit zu opfern.

Lösung

Mastercards Decision Intelligence (DI)-Plattform integrierte generative KI mit graphbasiertem Machine Learning, um die Betrugserkennung zu revolutionieren. Generative KI simuliert Betrugsszenarien und erzeugt synthetische Transaktionsdaten, was das Modelltraining und die Anomalieerkennung beschleunigt, indem seltene Angriffsvarianten nachgebildet werden, die in echten Daten fehlen. Die Graph-Technologie bildet Entitäten wie Karten, Händler, IP-Adressen und Geräte als miteinander verbundene Knoten ab und macht verborgene Betrugsringe sowie Ausbreitungspfade in Transaktionsgraphen sichtbar. Dieser hybride Ansatz verarbeitet Signale in bislang ungekanntem Umfang, nutzt die generative KI zur Priorisierung risikoreicher Muster und Graphen, um Beziehungen zu kontextualisieren. Über Mastercards AI Garage implementiert, ermöglicht er die Echtzeit-Bewertung des Kompromittierungsrisikos von Karten und alarmiert ausgebende Institute, bevor Betrug eskaliert. Das System bekämpft Card-Testing, indem es anomale Testcluster frühzeitig markiert. Die Einführung erfolgte mit iterativen Tests bei Finanzinstituten, wobei Mastercards globales Netzwerk für robuste Validierung genutzt wurde, gleichzeitig wurde auf Erklärbarkeit geachtet, um das Vertrauen der Emittenten zu stärken.

Ergebnisse

  • 2x schnellere Erkennung potenziell kompromittierter Karten
  • Bis zu 300% Steigerung der Effektivität der Betrugserkennung
  • Verdopplung der Rate proaktiver Benachrichtigungen über kompromittierte Karten
  • Deutliche Reduktion betrügerischer Transaktionen nach Erkennung
  • Minimierung falsch abgelehnter legitimer Transaktionen
  • Echtzeit-Verarbeitung von Milliarden von Transaktionen
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PepsiCo (Frito-Lay)

Lebensmittelproduktion

Im schnelllebigen Bereich der Lebensmittelproduktion kämpfte die Frito-Lay-Sparte von PepsiCo mit ungeplanten Maschinenstillständen, die die hochvolumigen Produktionslinien für Snacks wie Lay's und Doritos störten. Diese Linien laufen rund um die Uhr, wobei bereits kurze Ausfälle Tausende Dollar pro Stunde an verlorener Kapazität kosten können — Branchenschätzungen beziffern durchschnittliche Ausfallkosten in der Fertigung auf $260.000 pro Stunde . Verderbliche Zutaten und Just-in-Time‑Lieferketten verstärkten die Verluste und führten zu hohen Wartungskosten durch reaktive Reparaturen, die 3–5‑mal teurer sind als geplante Eingriffe . Frito-Lay‑Werke hatten häufig Probleme mit kritischen Anlagen wie Kompressoren, Förderbändern und Fritteusen, bei denen Mikrostillstände und größere Ausfälle die Gesamtanlageneffektivität (OEE) schwächten. Die Erschöpfung der Mitarbeiter durch verlängerte Schichten verschärfte die Risiken, wie Berichte über anstrengende 84‑Stunden‑Wochen zeigen, was die Maschinen zusätzlich belastete . Ohne vorausschauende Einsichten stützten sich Wartungsteams auf Zeitpläne oder Ausfälle, was zu verlorener Produktionskapazität und der Unfähigkeit führte, Nachfragespitzen zu bedienen.

Lösung

PepsiCo implementierte vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) auf Basis von Maschinellem Lernen in Frito-Lay‑Werken und nutzte dabei Sensordaten von IoT‑Geräten an Anlagen, um Ausfälle Tage bis Wochen im Voraus vorherzusagen. Modelle analysierten Schwingungen, Temperatur, Druck und Nutzungsprofile und setzten Algorithmen wie Random Forests sowie Deep Learning zur Zeitreihenprognose ein . In Partnerschaft mit Cloud‑Plattformen wie Microsoft Azure Machine Learning und AWS baute PepsiCo skalierbare Systeme, die Echtzeitdatenströme für Just‑in‑Time‑Wartungswarnungen integrierten. Dadurch verlagerte sich die Strategie von reaktiv zu proaktiv, Wartungen wurden in periodisch niedrig ausgelastete Zeiten gelegt und Unterbrechungen minimiert . Die Umsetzung begann mit Pilotversuchen in ausgewählten Werken vor dem unternehmensweiten Rollout und überwand Datensilos durch fortgeschrittene Analytik .

Ergebnisse

  • 4.000 zusätzliche Produktionsstunden pro Jahr gewonnen
  • 50 % Reduktion ungeplanter Ausfallzeiten
  • 30 % Senkung der Wartungskosten
  • 95 % Genauigkeit bei Ausfallvorhersagen
  • 20 % Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE)
  • Über 5 Mio. $ jährliche Einsparungen durch optimierte Reparaturen
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Kaiser Permanente

Gesundheitswesen

In Krankenhäusern erfahren erwachsene Patienten auf Allgemeinstationen häufig eine , ohne dass rechtzeitig ausreichend Warnzeichen erkannt werden. Das führt zu Notfallverlegungen auf Intensivstationen, erhöhter Sterblichkeit und vermeidbaren Wiederaufnahmen. Kaiser Permanente Northern California stand vor diesem Problem in seinem Netzwerk, in dem subtile Veränderungen bei Vitalparametern und Laborwerten bei hohem Patientenvolumen und anspruchsvollen Arbeitsabläufen leicht übersehen wurden. Das resultierte in erhöhten negativen Ergebnissen, darunter vermeidbar hohe Sterberaten und 30-Tage-Wiederaufnahmen . Traditionelle Frühwarnscores wie MEWS (Modified Early Warning Score) waren durch manuelle Erfassung und unzureichende Vorhersagegenauigkeit für Verschlechterungen innerhalb von 12 Stunden limitiert und nutzten nicht das volle Potenzial elektronischer Patientenakten (EHR). Die Herausforderung wurde durch Alarmmüdigkeit durch weniger präzise Systeme verschärft und erforderte eine skalierbare Lösung für 21 Krankenhäuser, die Millionen von Patienten versorgen .

Lösung

Kaiser Permanente entwickelte den Advance Alert Monitor (AAM), ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, das prädiktive Analytik einsetzt, um Echtzeit-EHR-Daten — einschließlich Vitalzeichen, Laborwerte und Demografie — zu analysieren und Patienten mit hohem Risiko einer Verschlechterung innerhalb der nächsten 12 Stunden zu identifizieren. Das Modell erzeugt eine Risikobewertung und automatisierte Alarme, die in die klinischen Arbeitsabläufe integriert werden und zeitnahe Interventionen wie ärztliche Überprüfungen oder den Einsatz von Rapid Response Teams auslösen . Seit der Einführung in 2013 in Nordkalifornien verwendet AAM Machine-Learning-Algorithmen, die auf historischen Daten trainiert wurden und traditionelle Scores übertreffen, wobei erklärbare Vorhersagen das Vertrauen der Mitarbeitenden stärken. Die Einführung erfolgte stationsweit, Integrationsprobleme wurden über Epic-EHR-Kompatibilität und Schulungen für Klinikpersonal adressiert, um Alarmmüdigkeit zu minimieren .

Ergebnisse

  • 16 % geringere Sterblichkeitsrate in der AAM-Interventionskohorte
  • Über 500 Todesfälle jährlich im Netzwerk verhindert
  • 10 % Reduktion bei 30-Tage-Wiederaufnahmen
  • Identifiziert Verschlechterungsrisiken innerhalb von 12 Stunden mit hoher Zuverlässigkeit
  • Eingesetzt in 21 Krankenhäusern in Nordkalifornien
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AstraZeneca

Gesundheitswesen

In der stark regulierten pharmazeutischen Industrie stand AstraZeneca unter erheblichem Druck, die Wirkstoffforschung und klinischen Studien zu beschleunigen, die traditionell 10–15 Jahre dauern und Milliarden kosten, bei geringen Erfolgsraten von unter 10 %. Datensilos, strenge Compliance-Anforderungen (z. B. FDA-Regularien) und manuelle Wissensarbeit behinderten die Effizienz in F&E und Geschäftsbereichen. Forschende hatten Schwierigkeiten, riesige Datensets aus 3D-Bildgebung, Literaturauswertungen und Protokollentwürfen zu analysieren, was zu Verzögerungen bei der Therapiefindung für Patienten führte. Die Skalierung von KI wurde durch Datenschutz-Bedenken, Integration in Altsysteme und die Sicherstellung verlässlicher KI-Ergebnisse in einem hochkritischen Umfeld erschwert. Ohne schnelle Adoption riskierte AstraZeneca, gegenüber Wettbewerbern zurückzufallen, die KI für schnellere Innovationen zur Erreichung der 2030-Ziele nutzten.

Lösung

AstraZeneca startete eine unternehmensweite Strategie für generative KI und setzte ChatGPT Enterprise ein, maßgeschneidert für Pharma-Workflows. Dazu gehörten KI-Assistenten für die Analyse 3D-molekularer Bildgebung, automatische Entwürfe von Protokollen für klinische Studien und die Synthese von Wissen aus wissenschaftlicher Literatur. Sie gingen Partnerschaften mit OpenAI für sichere, skalierbare LLMs ein und investierten in Schulungen: Rund 12.000 Mitarbeitende aus F&E und anderen Funktionen schlossen bis Mitte 2025 GenAI-Programme ab. Infrastruktur-Upgrades wie AMD Instinct MI300X GPUs optimierten das Modelltraining. Governance-Rahmen stellten Compliance sicher, mit menschlicher Validierung in kritischen Aufgaben. Der Rollout erfolgte phasenweise von Pilotprojekten in 2023–2024 bis zur vollständigen Skalierung 2025, mit Schwerpunkt auf der Beschleunigung der F&E durch GenAI für Moleküldesign und Real-World-Evidence-Analysen.

Ergebnisse

  • ~12.000 Mitarbeitende bis Mitte 2025 in generativer KI geschult
  • 85–93 % der Mitarbeitenden berichteten von Produktivitätssteigerungen
  • 80 % der Medical Writer fanden KI-Protokollentwürfe nützlich
  • Signifikante Reduktion der Trainingszeit für Life-Sciences-Modelle durch MI300X-GPUs
  • Hohe AI-Maturity-Bewertung laut IMD-Index (weltweit oben)
  • GenAI ermöglicht schnellere Studienplanung und Dosiswahl
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Rolls-Royce Holdings

Luft- und Raumfahrt

Triebwerke sind hochkomplex und arbeiten unter extremen Bedingungen, mit Millionen von Bauteilen, die Verschleiß ausgesetzt sind. Fluggesellschaften sahen sich unerwarteten Ausfällen gegenüber, die zu kostspieligen Bodenbleiben führten, wobei ungeplante Wartungen täglich Millionenverluste pro Flugzeug verursachten. Traditionelle geplante Wartungsintervalle waren ineffizient und führten oft zu Überwartung oder übersehenen Problemen, was die Ausfallzeiten und den Treibstoffverbrauch verschlimmerte. Rolls-Royce musste Ausfälle proaktiv vorhersagen angesichts der enormen Datenmengen von Tausenden von Triebwerken im Einsatz. Zu den Herausforderungen gehörten die Integration von Echtzeit-IoT-Sensordaten (Hunderte pro Triebwerk), die Verarbeitung von Terabytes an Telemetrie und die Sicherstellung der Genauigkeit der Vorhersagen, um Fehlalarme zu vermeiden, die den Betrieb stören könnten. Die strengen Sicherheitsvorschriften der Luft- und Raumfahrtbranche erhöhten den Druck, verlässliche KI-Lösungen ohne Leistungseinbußen zu liefern.

Lösung

Rolls-Royce entwickelte die Plattform IntelligentEngine, die digitale Zwillinge—virtuelle Abbildungen physischer Triebwerke—mit maschinellen Lernmodellen kombiniert. Sensoren streamen Live-Daten in cloudbasierte Systeme, wo ML-Algorithmen Muster analysieren, um Verschleiß, Anomalien und optimale Wartungsfenster vorherzusagen. Digitale Zwillinge ermöglichen die Simulation des Triebwerksverhaltens vor und nach Flügen und optimieren Design sowie Wartungspläne. Partnerschaften mit Microsoft Azure IoT und Siemens verbesserten die Datenverarbeitung und VR-Modelle und skalierten die KI über Trent‑Serien-Triebwerke wie Trent 7000 und 1000. Ethische KI‑Rahmen gewährleisten Datensicherheit und vorurteilsfreie Vorhersagen.

Ergebnisse

  • 48% Steigerung der Einsatzdauer vor der ersten Demontage
  • Verdopplung der Einsatzdauer des Trent 7000
  • Reduzierung ungeplanter Ausfallzeiten um bis zu 30%
  • Verbesserte Treibstoffeffizienz um 1–2% durch optimierte Betriebsabläufe
  • Reduzierte Wartungskosten für Betreiber um 20–25%
  • Verarbeitete Terabytes an Echtzeitdaten von Tausenden von Triebwerken
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Best Practices

Erfolgreiche Implementierungen folgen bewährten Mustern. Werfen Sie einen Blick auf unsere taktischen Ratschläge für den Einstieg.

Nutzen Sie Claude, um segmentierte DSO- und DPO-Werte aus Rohdaten Ihres ERP abzuleiten

Beginnen Sie damit, eine einzige globale DSO-/DPO-Annahme durch segmentierte, datengetriebene Treiber zu ersetzen. Exportieren Sie detaillierte Rechnungsdaten aus Ihrem ERP: Rechnungsdatum, Fälligkeitsdatum, Zahlungsdatum, Kunden- oder Lieferanten-ID, Region, Business Unit, Zahlungsbedingungen sowie Kennzeichen für Streitigkeiten oder Gutschriften. Speisen Sie diese Daten in handhabbaren Batches (z. B. nach Region oder Business Unit) in Claude ein.

Bitten Sie Claude, realisierte DSO- und DPO-Werte für verschiedene Segmente und Zeitfenster zu berechnen und hervorzuheben, wo sich das jüngste Verhalten von Ihren derzeitigen Planungsannahmen unterscheidet. Nutzen Sie gezielte Prompts, um sowohl die Kennzahlen als auch die dazugehörige Erläuterung zu erhalten.

Beispiel-Prompt für Claude:
Sie sind ein Senior-Finanzanalyst.

Ich stelle Ihnen Rechnungsdaten auf Einzelebene für die letzten 18 Monate zur Verfügung.
Spalten sind: invoice_id, customer_id, region, business_unit,
invoice_date, due_date, payment_date, amount, payment_terms,
credit_note_flag, disputed_flag.

Aufgaben:
1) Berechnen Sie den realisierten DSO pro Monat, Region und business_unit
   für die letzten 12 Monate.
2) Vergleichen Sie diese Werte mit folgenden Planungsannahmen:
   - Globaler DSO: 42 Tage
3) Identifizieren Sie Segmente, bei denen der realisierte DSO
   um mehr als +/- 5 Tage von unserer Annahme abweicht.
4) Geben Sie eine prägnante Beschreibung möglicher Gründe auf Basis
   von Mustern in den Daten (z. B. bestimmte Kundengruppen, Konditionen).
5) Schlagen Sie aktualisierte DSO-Planungswerte für jedes Segment vor.

Erwartetes Ergebnis: Anstatt einer einzigen DSO-Zahl erhalten Sie eine Tabelle mit segmentspezifischen Treibern plus Erklärungen, die Finance prüfen und verfeinern kann, bevor das Forecast-Modell aktualisiert wird.

Erstellen Sie ein Claude-unterstütztes Working-Capital-Forecasting-Template

Wenn Sie bessere Treiber haben, betten Sie diese in ein wiederholbares Forecasting-Template ein. Strukturieren Sie Ihre Cash- Forecast-Tabelle oder Ihr Planungstool so, dass DSO, DPO und Lagerumschlagstage klar nach Segmenten (z. B. Region, Kundensegment, Produktkategorie) parametriert sind. Nutzen Sie dann Claude, um diese Parameter regelmäßig zu erzeugen und zu aktualisieren.

In jedem Forecasting-Zyklus exportieren Sie die aktuellen Daten, fügen zentrale Aggregationen in Claude ein und lassen sich ein kompaktes Parametersheet erstellen, das wieder in Ihr Planungstemplate übernommen werden kann.

Beispiel-Prompt für Claude:
Sie unterstützen mich bei der Erstellung aktualisierter Working-Capital-Treiber
für unser rollierendes 13-Wochen-Cash-Forecast-Template.

Eingabedaten unten: [zusammengefasste Tabellen einfügen oder Beschreibung verlinken]

Bitte:
1) Schlagen Sie DSO-, DPO- und Lagerbestandstage-Annahmen nach Region
   und business_unit für das nächste Quartal vor.
2) Stellen Sie diese in einer übersichtlichen Tabelle mit den Spalten dar:
   region, business_unit, DSO_days, DPO_days, inventory_days.
3) Heben Sie hervor, wo Ihre Vorschläge um mehr als
   +/- 3 Tage von den Planungswerten des letzten Quartals abweichen
   (diese liefere ich unten).
4) Fügen Sie 3–5 Stichpunkte mit Kommentaren hinzu, die die wichtigsten
   Änderungen erläutern, die Ihre Empfehlungen treiben.

Erwartetes Ergebnis: Eine sofort nutzbare Parametertabelle, die direkt in Ihr Cash-Forecast-Modell eingespeist werden kann, plus Kommentare, die Sie in das Management-Reporting übernehmen können.

Führen Sie Sensitivitätsanalysen zu Working-Capital-Hebeln mit Claude durch

Manuelle Sensitivitätsanalysen sind mühsam und werden daher selten über ein paar grobe Szenarien hinaus betrieben. Claude kann dies automatisieren, indem es schnell den Cash-Impact von Änderungen in DSO, DPO oder Lagerumschlag über große Transaktionsbestände simuliert. Bereiten Sie ein einfaches Modell vor, in dem sich der Cash-Impact als Funktion dieser Treiber ergibt, und bitten Sie Claude dann, Szenarien zu generieren und zusammenzufassen.

Nutzen Sie Prompts, die sich auf Entscheidungen und nicht nur auf Zahlen fokussieren. Simulieren Sie zum Beispiel die Auswirkung strengerer Zahlungsbedingungen für ein bestimmtes Kundensegment oder verlängerter DPO bei einer Lieferantengruppe und lassen Sie Claude diese Effekte in wöchentliche oder monatliche Cash-Deltas übersetzen.

Beispiel-Prompt für Claude:
Sie sind ein Treasury- und Working-Capital-Spezialist.

Wir haben folgende Ausgangsbasis:
- Aktuelles Umsatz- und Kosten-Run-Rate-Niveau pro Monat für die nächsten 6 Monate
- Aktuelle Annahmen: DSO = 45 Tage, DPO = 35 Tage, inventory_days = 50

1) Erstellen Sie ein einfaches Szenariomodell, um die monatliche Cash-Position
   unter diesen Basisannahmen zu schätzen.
2) Entwickeln Sie 3 Szenarien:
   A) DSO verbessert sich über die nächsten 3 Monate um 5 Tage
   B) DPO verlängert sich ab dem nächsten Monat um 7 Tage
   C) inventory_days reduzieren sich schrittweise von 50 auf 40 über 4 Monate
3) Schätzen Sie den zusätzlichen Cash-Impact jedes Szenarios pro Monat
   im Vergleich zur Basis.
4) Fassen Sie die Ergebnisse in einem kurzen, managementgerechten Text
   zusammen (max. 300 Wörter).

Erwartetes Ergebnis: Ein klarer Überblick darüber, welche Hebel am meisten bewirken – mit konkreten monatlichen Euro-Beträgen, die die Priorisierung von Working-Capital-Initiativen unterstützen.

Nutzen Sie Claude zur Erkennung aufkommender Auffälligkeiten im Zahlungsverhalten

Über Durchschnittswerte hinaus kann Claude Ihnen helfen, Frühwarnsignale im Kunden- und Lieferantenverhalten zu überwachen, die in Ihren Standard-DSO-/DPO-Kennzahlen untergehen. Speisen Sie regelmäßig Debitoren- und Kreditorenlisten mit Fälligkeitsstrukturen, markierten Überfälligkeiten und Änderungen der Zahlungsbedingungen ein.

Bitten Sie Claude, auffällige Muster zu erkennen: Kunden, deren Zahlungsverhalten sich in letzter Zeit verschlechtert hat, Cluster von Rechnungen, die wiederholt kurz nach Fälligkeit beglichen werden, oder Lieferanten, die systematisch von vereinbarten Konditionen abweichen. Kombinieren Sie dies mit narrativen Erklärungen und vorgeschlagenen Maßnahmen für Collections oder Einkauf.

Beispiel-Prompt für Claude:
Sie sind ein Analyst für Forderungsrisiken.

Hier ist unser aktueller Bericht über offene Forderungen mit
customer_id, region, terms, amount, days_past_due,
payment_history_summary.

Bitte:
1) Identifizieren Sie Kunden, deren Zahlungsverhalten sich in den
   letzten 3 Monaten gegenüber den vorangegangenen 9 Monaten
   verschlechtert hat.
2) Markieren Sie jene mit wesentlicher Auswirkung (> 200.000 EUR Exposure).
3) Schlagen Sie vor, wie dies unsere kurzfristigen DSO-
   Planungsannahmen beeinflussen sollte.
4) Geben Sie 5 praxisnahe Empfehlungen für unser Collection-Team,
   um das Risiko in den nächsten 4–8 Wochen zu reduzieren.

Erwartetes Ergebnis: Umsetzbare Listen von Risiko-Hotspots und Hinweise, wie Sie kurzfristige Working-Capital-Annahmen und Collection-Prioritäten anpassen sollten.

Erzeugen Sie klare Liquiditätsnarrative für Management und Banken

Zahlen allein schaffen kein Vertrauen; Stakeholder müssen verstehen, warum sich Working-Capital-Annahmen geändert haben. Claude ist stark darin, komplexe quantitative Inputs in klare Narrative zu strukturieren. Nachdem Sie Ihre aktualisierten DSO-/DPO- und Bestandstreiber finalisiert haben, nutzen Sie Claude, um Executive Summaries, Board-Präsentationen und Erläuterungen für Kreditgeber zu entwerfen.

Stellen Sie Claude die wichtigsten Parameteränderungen, zentrale Treiber (z. B. Verschiebungen in Kundengruppen, Neuverhandlungen von Konditionen, Prozessverbesserungen) sowie Vergleiche von Ist- zu Forecast-Werten zur Verfügung. Bitten Sie das Tool, prägnante, nicht-technische Erklärungen zu formulieren, die diese Treiber mit der Gesamtliquidität und dem Risiko verknüpfen.

Beispiel-Prompt für Claude:
Sie unterstützen eine CFO bei der Vorbereitung eines Liquiditätsupdates
für den Vorstand und unsere Hauptbank.

Inputs:
- Tabelle mit alten vs. neuen DSO-, DPO- und Bestandsannahmen
- Erläuterung der wichtigsten operativen Treiber hinter den Änderungen
- Chart zum Forecast vs. tatsächlichem Cash-Bestand der letzten 6 Monate

Bitte entwerfen Sie:
1) Eine einseitige Darstellung, die erklärt:
   - Was sich an unseren Working-Capital-Annahmen geändert hat
   - Warum es sich geändert hat (Verhalten, Konditionen, Prozesse)
   - Wie sich dies auf unser Liquiditätsprofil in den nächsten 6–12 Monaten auswirkt
2) Eine stichpunktartige Zusammenfassung (max. 10 Bullet Points)
   für eine Präsentationsfolie, mit Fokus auf Risiko und Mitigation.

Erwartetes Ergebnis: Konsistente, verständliche Kommunikation, die das Vertrauen in Ihren Cash-Forecasting-Prozess bei Geschäftsleitung, Prüfern und Finanzierungspartnern stärkt.

Erwartete Ergebnisse und zu verfolgende Kennzahlen

Bei durchdachter Implementierung liefern diese Praktiken typischerweise messbare Verbesserungen. Finanzteams können mit einer Reduktion des DSO- oder DPO-Forecast-Fehlers um 5–15 Tage für Schlüsselsegmente innerhalb der ersten 3–6 Monate rechnen sowie mit einer deutlich höheren Forecast-Genauigkeit auf 4–13-Wochen-Liquiditätshorizonten. Der manuelle Aufwand zur Aktualisierung der Working-Capital-Annahmen lässt sich häufig um 30–50 % reduzieren – Analysten gewinnen Zeit für Entscheidungen statt für Datenaufbereitung.

Verfolgen Sie Kennzahlen wie Abweichung von Forecast vs. tatsächlicher Cash-Entwicklung, Prognosefehler bei DSO/DPO und Lagerbestandstagen pro Segment, Häufigkeit und Geschwindigkeit von Annahme-Updates sowie die pro Planungszyklus aufgewendete Zeit. Diese KPIs machen transparent, ob Claude Ihre Working-Capital- und Liquiditätsplanung tatsächlich stärkt und wo weiteres Finetuning erforderlich ist.

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Häufig gestellte Fragen

Claude kann detaillierte Exporte aus Ihren ERP- und Treasury-Systemen verarbeiten, um realisierte DSO-, DPO- und Lagerumschlagswerte nach Kunde, Lieferant, Region, Business Unit oder Produktkategorie zu berechnen. Anstatt sich einmal im Jahr auf einen globalen Parametersatz zu stützen, können Sie Claude bitten, segmentspezifische Annahmen aus dem aktuellen Verhalten abzuleiten und hervorzuheben, wo diese von Ihren bestehenden Planungswerten abweichen.

Über die reinen Zahlen hinaus erklärt Claude die Treiber hinter den Veränderungen (z. B. bestimmte Kundengruppen, die später zahlen, Lieferanten, die Konditionen verschärfen, Verschiebungen im Bestandsmix). Finanzteams können diese Insights nutzen, um Cash-Forecasting-Templates zu aktualisieren, gezielte Szenarien durchzuspielen und eine klare Begründung für Working-Capital-Annahmen gegenüber Management und Finanzierungspartnern zu kommunizieren.

Sie benötigen kein großes Data-Science-Team, um von Claude zu profitieren. Entscheidend sind: (1) ein Finanzteam, das die Mechanik von Working Capital versteht und die richtigen Fragen stellen kann, (2) Zugang zu relevanten Daten aus ERP-, Treasury- und Bestandsystemen und (3) eine Person, die saubere Exporte und grundlegende Aggregationen vorbereiten kann (oft ein Controller oder BI-Analyst).

Claude ist prompt-gesteuert, sodass der Großteil der Arbeit in der Gestaltung robuster Workflows und Prompts liegt, nicht im Aufbau komplexer Modelle von Grund auf. Reruption unterstützt Kunden typischerweise bei der Definition von Datenanforderungen, beim Design von Prompt-Templates und beim Aufbau wiederholbarer Prozesse, damit Finanzanalysten die Lösung im Tagesgeschäft nutzen können, ohne für jede Änderung von der IT abhängig zu sein.

Für einen fokussierten Use Case wie den Ersatz manueller DSO-/DPO-Annahmen können Sie in der Regel erste nutzbare Ergebnisse innerhalb weniger Wochen sehen. In den ersten 1–2 Wochen definieren wir Scope, klären Kennzahlen und bereiten erste Datenexporte vor. In den darauffolgenden 1–2 Wochen kann Claude initiale segmentspezifische Annahmen, Szenarioanalysen und Narrative erzeugen, die Ihr Finanzteam gegen die Ist-Werte validiert.

Bis ein stabiler, wiederholbarer Prozess entsteht, der in Ihren offiziellen Cash-Forecasting-Zyklus integriert ist, vergehen typischerweise 6–10 Wochen – inklusive Governance, Dokumentation und Training. Ziel ist es, schnell von einmaliger Analyse zu einem wiederkehrenden, prüffähigen Workflow zu gelangen, den Finance in jedem Planungszyklus eigenständig betreiben kann.

Der ROI speist sich aus drei Hauptquellen: (1) besserer Liquiditätsplanung, die den Bedarf an teurer kurzfristiger Finanzierung und überhöhten Liquiditätspuffern reduziert, (2) verbessertem Working-Capital-Management durch gezielte DSO-/DPO- und Bestandsinitiativen und (3) Zeitersparnissen für Analysten, die weniger Aufwand in manuelles Daten-Crunching investieren müssen. Schon kleine Verbesserungen bei durchschnittlichen DSO- oder Bestandstagen können erhebliche Mittel auf der Bilanz freisetzen.

Claude selbst ist im Vergleich zu traditioneller Enterprise-Software relativ kosteneffizient, da Sie nutzungsbasiert zahlen statt großer Vorab-Lizenzen. Die wesentliche Investition liegt in der Gestaltung und Implementierung der umgebenden Workflows. Das strukturierte KI-PoC-Angebot von Reruption zum Preis von 9.900 € ist darauf ausgelegt, technische Machbarkeit und geschäftlichen Impact schnell zu validieren, bevor Sie sich auf größere Rollouts festlegen. Darauf aufbauend helfen wir Ihnen bei der Skalierung in einer Weise, die die Kosten pro Use Case transparent und beherrschbar hält.

Reruption begleitet Kunden ganzheitlich mit einem Co-Preneur-Ansatz: Wir arbeiten Seite an Seite mit Ihren Finance-, Controlling- und IT-Teams, als würden wir die Lösung für unsere eigene GuV bauen. Typischerweise starten wir mit unserem 9.900 € KI-PoC, in dem wir einen konkreten Use Case (z. B. dynamische DSO-/DPO-Annahmen für eine spezifische Business Unit) definieren, die Datenreife bewerten, einen Claude-gestützten Prototypen bauen und dessen Einfluss auf Forecasting und Produktivität messen.

Wenn der PoC den Mehrwert belegt, helfen wir Ihnen bei der Industrialisierung der Lösung: beim Design robuster Prompts und Templates, bei der Integration in Ihre bestehende ERP-/BI-Landschaft, beim Aufsetzen von Governance und Kontrollen sowie beim Training Ihres Finanzteams, damit es den Workflow eigenständig betreiben und weiterentwickeln kann. Weil wir tiefe KI-Engineering-Expertise mit praktischem Finanzverständnis verbinden, liefern wir funktionierende Werkzeuge, die Ihre Liquiditäts- und Working-Capital-Planung verbessern – nicht nur Folien.

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